PHF: Philosophie und Areal

Podenco´s Help Filato legt großen Wert darauf, dass es den beherbergten Schützlingen auch in einer „Tierheim ähnlichen Einrichtung“ gut geht. Sie sollen für die Zeit ihres Aufenthalts im Refugio so artgerecht wie möglich leben können, auch wenn es ihnen nach wie vor an vielem fehlt, was ein wirklich erfülltes Hundeleben ausmacht.

Bevor sie für eine Vermittlung offiziell im Internet vorgestellt werden, haben PHF-Podencos das Schlimmste überstanden. Ihre körperlichen und seelischen Wunden sind dabei zu verheilen und meist freuen wir uns bereits über erarbeitete erste Anzeichen von neuem Vertrauen in den Menschen.

Dabei wird bewusst auf die Veröffentlichung von Fotos verzichtet, die sie in dem erbärmlichen Zustand zeigen, in dem manche von ihnen bei uns eintreffen.

 

Bevor die Hunde für eine Reise zu Pflegestellen oder Adoptanten frei gegeben werden, sind sie auf "Mittelmeerkrankheiten" getestet, entwurmt, geimpft, kastriert und gechipt und für die Reise hat selbstverständlich jeder Vierbeiner einen gültigen Heimtierausweis im Gepäck.

Wir sind sehr glücklich, dass wir unseren Schützlingen eine enge Zwingerhaltung auf Betonböden ersparen und ihnen großzügige Gehege auf naturbelassenem Areal zur Verfügung stellen können, die ihnen Raum für freie Bewegung, Interaktion und Spiel mit Artgenossen und - wenn gewollt - auch Ruheplätze bieten.

Für alle Hunde sind, dankenswerter Weise auch durch Spenden, wetterfeste Hütten in ausreichender Zahl vorhanden und bei der Gruppenzusammenstellung liegt zur weitgehenden Vermeidung von Unfällen oder Ernstkämpfen ein besonders vorsorgliches Augenmerk auf der Sozialverträglichkeit der Individuen sowie der Trennung unkastrierter Rüden und Hündinnen. Eine kleine Quarantänestation ist ebenfalls vorhanden. Selbst Spaziergänge werden gemacht, so oft ein Restchen Zeit dies zulässt oder sich zuverlässige Freiwillige dafür finden.

Dass die Gehege regelmäßig gesäubert und die Hunde gepflegt werden, frisches Trinkwasser ständig zur Verfügung steht, alle Hunde täglich ausreichend Futter und wenn nötig individuell zusammengestellte Futterzusätze bekommen und bei Bedarf auch jede medizinisch-therapeutische Hilfe, die möglich ist, stellt für uns eine Selbstverständlichkeit dar.

Anfragen von Tierschutzkollegen ablehnen zu müssen, die für ihre Schützlinge um Aufnahme im PHF-Refugio ersuchen (Wartelisten), ist jedes Mal eine Belastung, doch zur Aufrechterhaltung unseres Standards müssen wir im Sinne der hier lebenden Bewohner die Gesamtanzahl der in Not geratene Podencos begrenzen, halten ein bis zwei Plätze dauerhaft für akute Notfälle frei und verantworten die Neuaufnahme weiterer Hunde erst, wenn ein paar von ihnen in gute Hände vermittelt werden konnten.

Bei aller Mühe und Arbeit, die wir täglich aufwenden, bedeutet das jedoch nicht, dass unsere Podencos ein dauerhaftes eigenes Zuhause und die ihren Bedürfnissen entsprechende Zuwendung, Haltung und Förderung weniger nötig haben als andere Hunde aus dem (Auslands-) Tierschutz! Auch hier bei uns gibt es Individuen, die unter „Dichtestress“ leiden, Hunde, die ein größeres Ruhebedürfnis haben als andere, Hunde, die Zuwendung und Beschäftigung mit so vielen Artgenossen nicht teilen möchten.


Für jeden einzelnen dieser Schützlinge suchen wir das richtige Umfeld und die passenden Menschen...

 

Die Quarantänestation

Fotos vom Umbau 2018 bis zur Fertigstellung

 
 

Bilder vom Gelände

 

Ein Ausflug zum Strand

1/14

Ausflug mit Vivis Welpen - September 2018